Der Adventskalender – Begleiter in der Weihnachtszeit

11.11.2022 - Das Süße Leben
Aktuelles, Wissen

Der heute in der Adventszeit nicht mehr wegzudenkende Adventskalender entstand erst am Anfang des 20. Jahrhunderts. Die eigentlichen Ursprünge lassen sich jedoch bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgen.

DasSuesseLeben_Adventskalender_Geschichte
Das lateinische Wort Adventus bedeutet „Ankunft“. Es steht für die geistige und seelische Vorbereitung auf das höchste christliche Fest des Jahres: die Geburt von Jesus Christus. Und auch, wenn sich Form, Art und Aussehen des Adventskalenders mit der Zeit sehr stark geändert haben, so bleibt die Botschaft doch immer gleich: Freude bereiten und das Besondere und die Einzigartigkeit der Adventszeit zu verdeutlichen. Und natürlich die Vorfreude auf Heiligabend zu steigern – bei Groß und Klein!

Ursprung des Adventskalenders

Die Adventskalender-Geschichte beginnt 1838. Johann Heinrich Wichern, Leiter des evangelischen Knabenrettungshauses „Rauhes Haus“ bei Hamburg, hatte wahrscheinlich genug von der Frage, wann endlich Weihnachten sei. So entwickelte er eine Idee zur Darstellung der verbleibenden Tage. Er nahm sich ein altes Wagenrad und einen Holzkranz und steckte 20 kleine rote und vier große weiße Kerzen darauf. Bei den täglichen Andachten, zu denen alle gemeinsam Adventslieder sangen, durften die Kinder eine rote Kerze anzünden, an den Adventssonntagen zusätzlich eine weiße.
Während die katholische Kirche tägliche Adventsandachten in der Kirche veranstaltete, stand bei Protestanten eher die Zusammenkunft der Familie im Mittelpunkt. Dabei lasen sie miteinander Bibelstellen, beteten und sangen Lieder. Doch da Zeit eine abstrakte Größte ist, ließen sich auch evangelische Eltern ab circa 1840 etwas einfallen, um ihren Kindern die Zeit bis Heiligabend greifbar zu machen und die Vorfreude auf das Fest der Geburt von Jesus Christus zu steigern.

Der Adventskalender wird zur Massenware

In den 1950er Jahren erfreute sich der Adventskalender dann einer flächendeckenden Beliebtheit. Nahezu überall konnten die Leute Adventskalender kaufen – er wurde zur Massenware und dementsprechend günstig. Die Motive waren hauptsächlich romantisch verschneite Städte, hinter dem 24. Türchen verbarg sich eine Krippenszene. Aber auch handgemalte Adventskalender verschiedener Künstler gelangten zu immer größerer Bedeutung.
-